Usbekistan

Der rege Handel mit Luxusgütern ließ legendär reiche Städte entstehen. Sie boten den Karawanen Rast, versprachen gute Geschäfte und ließen die Strapazen vergessen. Da sie neben Händlern auch Künstler, Wissenschaftler und islamische Gelehrte anzogen, entwickelten sie sich im Laufe der Jahrhunderte zu einzigartigen religiösen und kulturellen Zentren. Der vergangene Reichtum offenbart sich noch heute in den Bauwerken der Perlen der Seidenstraße: Chiwa, dessen herrliche Minarette den Karawanen in der Wüste den Weg wiesen, Buchara, die Schöne aus dem Morgenland, Zentrum des Handels und islamischer Gelehrsamkeit, und Samarkand, Residenz des legendären Tamerlan, Begründer der mächtigen Timuriden. Tausende Handwerker ließ er aus aller Welt kommen, um seine Hauptstadt glanzvoller aufzubauen als die vergleichbaren Metropolen Delhi und Isfahan. Der Registan, einer der schönsten Stadtplätze des Orients, und die Nekropole Shah-e Sende gehören zum Feinsten, was der Islam geschaffen hat. Alle Blautöne, die es zwischen Himmel und Erde gibt, sollten die Macht und Pracht seiner Dynastie widerspiegeln.