Saudi-Arabien

Bis zur vorsichtigen Öffnung für ausländische Besucher im Jahr 1998 war das Königreich Saudi-Arabien, das sich als Zentrum der islamischen Welt und Hüter des Glaubens begreift, ein weißer Fleck auf der touristischen Landkarte. Zwar strömen Millionen Menschen in das konservativste arabische Land, doch es sind Pilger und keine Touristen, für die nach wie vor strenge Regeln gelten. Wenig Kenntnis besteht über das geheimnisumwitterte Land und seine Sehenswürdigkeiten. Nur wenige wissen, dass sich im Süden des Wüstenstaates eine Bergwelt mit bis zu 2700 Meter hohen Gipfeln erschließt, dass die Bauart der Häuser im Asirgebirge der des Jemen gleicht, dass sich im Norden des Landes eine Nabatäer-Siedlung befand, deren Tal der Gräber zu den wenigen Zeugnissen gehört, die Aufschluss über dieses geheimnisvolle Volk geben, dass Riyadh eines der extravagantesten und modernsten Museen besitzt. Mekka und Medina jedoch bleiben als die Wächter der Heiligen Stätte des Islam Nichtmoslems verschlossen. Wer Saudi Arabien bereist, macht sich auf in ein Land, das Tradition und Moderne auf seltsame Weise vereint.