Jordanien

Wie weltläufig das antike Jordanien war, wird in Jerash vor den Toren Ammans deutlich. Von den Griechen gegründet und den Römern erdbebensicher weitergebaut, ist es die am besten erhaltene Ruinenstadt des Nahen Ostens. 1806 wurde das fast vollkommen von Erde bedeckte "Pompeji des Ostens" entdeckt, erst hundert Jahre später begann man mit den Ausgrabungen, deren Ende nicht absehbar ist.

Unbestrittener Höhepunkt ist die Felsenstadt Petra, die Unvergleichliche. Die durch den Karawanenhandel auf der Weihrauchstraße unermesslich reich gewordenen Nabatäer behaupteten sich vierhundert Jahre lang zwischen den Großmächten der Antike, doch die ehemaligen Nomaden beherrschten nicht nur Diplomatie und Handel, sondern besaßen auch feinsten Kunstsinn. Unglaublich, ja fast unwirklich sind die Tempel, Gräber und palastartigen Fassaden, die sie in den Fels meißeln ließen. Petra ist ein Juwel in der Wüste und Welterbe ersten Ranges.