Italien

Die magische Anziehungskraft Roms beruht nicht nur auf der Redensart „Alle Wege führen nach Rom“. Als Hauptstadt des Römischen Weltreichs zog es die Völker der Antike an, als Zentrum der Christenheit büßte es bis in die Gegenwart nichts von seiner Anziehungskraft ein. Kein Wunder, denn wohl keine andere Stadt der Welt hat mehr Sehenswürdigkeiten zu bieten. Neben allen musealen Schätzen jedoch ist Roms Kultur in den Werkstätten und Ateliers der Maler, Restauratoren und Modemacher lebendig.

Am Golf von Neapel lässt sich die gesamte Geschichte des Abendlandes verfolgen, denn Griechen und Römer, Etrusker, Staufer und Franken hinterließen hier ihre Spuren. Den Römern der Antike verdankt die fruchtbare Landschaft an der Westküste Italiens dann auch ihren Namen: Campania felix. Seit Jahrhunderten ein Sehnsuchtsziel, ziehen bis heute das quirlige Neapel, der Vesuv, die bizarre Felsenlandschaft Capris und die atemberaubend schöne Amalfiküste die Besucher in ihren Bann.

Schon immer weckte Italiens größte Insel die Begehrlichkeiten fremder Eroberer: Die Griechen kolonisierten Sizilien und gründeten mit Siracusa eine der mächtigsten Städte der Antike, für die Römer war es die Kornkammer ihres Imperiums und ihr Schlüssel zur Weltmacht. Die Araber verwandelten die Insel in eine blühende Oase, den Normannen ist die unermesslich reiche Kunst in Palermo und Monreale zu verdanken. Der Staufer Friedrich II. hinterließ auf seiner Heimatinsel wuchtige Festungen und die spanische Herrschaft üppigsten Barock, der heute noch das Gesicht vieler Städte prägt.