Iran

Islamische Kunst findet man im umstrittensten Land des Orients, das seit 1935 offiziell Iran heißt, in exquisiter Ausführung: herrliche Kuppeln, silberne Schreine, Mosaikarbeiten von akkuratester Technik. Außerdem Höhepunkte einer Hochkultur des Vorderen Orients, deren großartige Ausgrabungen jedem Weltvergleich standhalten: das Grab Kyros des Großen und die Ruinen von Pasargadae, die Felsbilder der Sassaniden und die Gräber der Achämeniden, dazu das unübertroffene Persepolis, Namensgeberin des Landes. Hier übertreffen die Feinheit der Reliefs und die Größe der Säle selbst das alte Ägypten.

Schließlich die großartigsten und orientalischsten Städte. Die beeindruckende Wüstenstadt Yazd mit ihren historischen Lehmziegelbauten und Windtürmen war zur Zeit der Sassaniden eines der Zentren der Zoroastrier, Feuertempel und Begräbnistürme zeugen von der Geschichte. Shiraz mit seinen herrlichen Gärten ist bis heute eine der wichtigsten Universitätsstädte des Landes und eine Hochburg der Künste. Hafis, der bedeutendste persische Dichter des 13. Jh., besang seine Heimatstadt als Ort der Liebe, der Rosen und der Nachtigallen. Ihr im wahrsten Sinne des Wortes goldenes Zeitalter erlebte Isfahan unter den Safawiden, Schah Abbas I. ließ seine Hauptstadt in eine orientalische Märchenstadt verwandeln. Bis heute gilt das Sprichwort: Wer Isfahan nicht gesehen hat, hat die Welt nicht gesehen!