Indien

Aus der Zeit des großen Kaisers Akbar und seiner Erben stammen die islamischen Prachtbauten der Mogul-Dynastie in Delhi, das Taj Mahal in Agra und die Kaiserstadt Fatehpur Sikri. Niemand wird sich der Faszination des Augenblicks entziehen können. Erblickt man sie zum ersten Mal, scheinen Träume Wirklichkeit zu werden und Märchen Gestalt anzunehmen.

Eingebettet in die Wüste Thar und die Aravelli-Berge liegt im Nordwesten des Landes der Bundesstaat Rajasthan mit einer unglaublichen Vielfalt an malerischen Städten, herrlichen Landschaften und schönen Menschen. Ob das gewaltige Fort in Amber, das rosarote Jaipur, das blaue Jodhpur, die wie aus Honig geschnitzte Stadt Jaiselmer, die Seeschlösser in Udaipur oder die prachtvollen Reste von Palästen und Gärten in Nagaur – Rajasthan ist überreich an kulturellen Schätzen.

Ellora, Ajanta und Sanchi gehören zu den Höhepunkten der frühen buddhistischen Kunst, Sarnath soll der Ort sein, an dem Buddha mit seinen wirkungsvollen Lehrpredigten begann. Im ständigen Gegensatz dazu stehen die Stätten des Hinduismus, die weltberühmten erotischen Tempel von Khajuraho und das heilige Varanasi, zu dem jeder Hindu einmal im Leben pilgern sollte.

Hinduistische und islamische Kultur haben den Süden gleichermaßen geprägt. Hyderabad hat den orientalischen Charakter bis heute bewahrt. Das altehrwürdige Bijapur ist reich an prachtvollen Mausoleen und Prunkbauten des Islam. Die Höhlen von Badami, die Tempel in Pattadakal und Aihole, die filigranen Hoysala-Tempel von Belur und Halebid, die archaischen Tempeltürme von Mahabalipuram und der Tempelkomplex in Madurai sind wichtige hinduistische Heiligtümer, doch einem Vergleich mit Vijayanagar, der ehemals größten Hindustadt der Welt, können sie nicht standhalten.

Zwischen Karakorum und Himalaya, in der am dünnsten besiedelten Region des Indischen Subkontinents, liegt das ehemalige Königreich Ladakh. Von diesem geheimnisvollen Land der Lamas und Klöster aus soll sich zwischen dem 6. und 8. Jh. der Buddhismus nach Tibet verbreitet haben. Götter und Geister bestimmen den Tagesablauf der tief religiösen Ladakhis, die sich trotz der indischen Herrschaft eine einmalige Kultur bewahrt haben. Uralte Riten und Bräuche, der Duft der Butterlampen, Gelb- und Rotmützensekten, der Schall der Muschelhörner zur Verkündigung des Ruhmes der Lehre – Eindrücke die man nie vergisst.